Ziele – Wie du sie dir richtig setzt

Auf einer Elite-Universität im Jahre 1953 wurden Studenten danach befragt, ob sie schriftlich fixierte Ziele in ihrem Leben und sie dafür auch einen konkreten Plan haben. Nur 3 % bejahten diese Fragen. 20 Jahre später besaßen genau diese 3 Prozent mehr Vermögen als die 97 Prozent zusammen.

Warum ist das so?

Heißt das, dass die 97 % einer wohlgemerkt Elite-Uni keine Ziele hatten? Sicherlich hatten auch Sie Ziele. Aber viel entscheidender ist die zweite Frage: Hatten Sie auch einen konkreten Plan WIE sie die Ziele erreichen wollen?

Ein Ziel ohne Plan bleibt meistens nur ein Wunsch. Ich hätte, ich könnte, ich sollte, ich müsste, ich würde, ich will usw. sind Wünsche. Wünsche sind unverbindlich. Du hast nicht wirklich vor Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Zustand auch zu erreichen. Ein Ziel mit einem konkreten Plan hingegen, befähigt dich die Wahrscheinlichkeit extrem zu erhöhen, den angestrebten Zustand zu erreichen. Du steuerst bewusst auf dein Ziel zu, weil du weißt wo du hinwillst und welche Schritte du gehen musst.

Nicht nur das, auch deine Wahrnehmung wird sich ändern, wenn du ein konkretes Ziel ausgearbeitet hast und erreichen willst. Du scannst automatisch deine Umgebung nach Dingen ab, die dir helfen können dein Ziel zu erreichen. Du wirst Informationen wahrnehmen, die dich deinem Ziel näher bringen.

Wie du dir richtige Ziele setzt

Für einen, der nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, ist jeder Wind der richtige Wind (Seneca).

Wo willst du „hinsegeln“? Was sind deine Ziele? Was willst du erreichen? Überlege dir erst persönliche Ziele und definiere als zweiten Schritt deine unternehmerischen Ziele. Die Reihenfolge ist deshalb so wichtig, weil unternehmerische Ziele meistens die Strategie ist, persönliche Ziele zu erreichen. Beantworte dir auch WARUM du etwas erreichen möchtest. Was sind deine Motive?

SMARTe Ziele

Eine Methode effektive Ziele zu formulieren ist die SMART-Regel. Formuliere deine Ziele so, dass du die unteren Fragen klar beantworten kannst.

S = Spezifisch: Was genau soll erreicht werden?

M = Messbar: Wie lässt sich das Ziel quantitativ u. qualitativ messen?

A = Attraktiv: Beantworte dir persönlich WARUM du das Ziel erreichen willst! Ist das Ziel für dich attraktiv genug?

R = Realistisch: WIE kannst du das Ziel erreichen? Was musst du dafür tun?

T = Terminiert: Bis wann soll das Ziel erreicht werden?

Beispiel ohne SMARTe-Formulierung

„Ich möchte ein Unternehmen gründen!“. Das ist ein schönes Ziel, aber leider viel zu vage bzw. nicht “smart” genug.

Beispiel mit SMARTe-Regel

„Ich gründe in 6 Monaten eine Bio-Bäckerei mit dem größten Angebot an glutenfreien Bio- Produkten  in meiner Stadt (spezifisch). Dafür schreibe ich einen Businessplan (messbar, realistisch), den ich in 3 Monaten fertigstelle (terminierbar), um herauszufinden, welche Ressourcen ich brauche.“

Breche anschließend das „smarte“ Ziel in „smarte“ Teilziele herunter und erstelle eine Maßnahmenliste mit Aktivitäten, die du zum Erreichen des Ziels ergreifen musst.

WARUM VISUALISIERUNG SO WICHTIG IST

Visualisiere dein Ziel!

Stell dir genau diesen Zustand vor, wenn du dein Ziel erreicht hast. Nutze dabei alle Sinne. Was hörst du? Was fühlst du? Was siehst du?

Die Bilder die durch die Visualisierung entstehen, aktivieren wichtige Teile in deinem Gehirn. Das Gehirn sensibilisiert die Wahrnehmung auf wichtige Informationen in deinem Umfeld, die für die Zielerreichung relevant sind. Des Weiteren beeinflussen dich die Bilder auch auf einer unbewussten emotionalen Ebene. Das heißt, du handelst unbewusst in Richtung deiner Ziele ohne darüber nachzudenken.