SWOT-Analyse

– Was es dir bringt und wie du es machst –

Heute möchte ich dir ein Tool zur Selbstdiagnose in Verbindung mit Betrachtung der Umweltsituation an die Hand geben: Die SWOT-Analyse.

Ein vernünftiges Selbstbild zu haben, ist das Fundament jeder zielführenden Planung. Das bezieht sich auf Einzelpersonen wie auf Unternehmungen. Selbstbewusst zu sein, bedeutet sich seiner selbst bewusst zu sein; seiner Stärken und seiner Schwächen.

Damit wären wir auch schon bei den beiden ersten Buchstaben unseres Akronyms SWOT.

S – Strengths (Stärken)

W – Weaknesses (Schwächen)

Hier schaust du also kritisch nach innen und betrachtest Stärken und Schwächen deines Unternehmens. Etablierte Firmen haben es da mit Faktoren wie Marktanteil, Image, Markenbekanntheit, Kundenbindung, Produktvielfalt ect. auf der Haben-Seite zu tun. Die Schwächen, die hier häufig zum Tragen kommen sind starre Hierarchien, lange Realisierungszeiten für Veränderungen, Innovationsarmut usw.

Dir ist sicher aufgefallen, dass für dich als Gründer quasi das Negativ dessen zutrifft, was ich eben beschrieben habe.

  • Du hast flache – wenn überhaupt vorhandene – Hierarchien.
  • Innovation ist Triebfeder deines Handelns.
  • Mit einem jungen engagierten Team lassen sich Ideen schnell und ohne lange Diskussionen umsetzen.
  • Allerdings bist du am Markt noch nicht oder kaum bekannt.
  • Ein Image baust du gerade erst auf.
  • Dein Kundenstamm ist wahrscheinlich noch überschaubar.

Klingt das gerade hart für dich? Das ist ok. Schwächen findet man eben überall.

Eine ernsthafte Selbstbetrachtung kann und darf deshalb nicht in Beweihräucherung enden und geht nicht schmerzfrei von statten.

Wichtig ist, dass du dir deiner Stärken UND Schwächen bewusst bist. Nur so lassen sich sinnvolle Strategien entwickeln, die dich voranbringen.

Nun zu den Dingen, die du nicht wirklich beeinflussen kannst aber unbedingt auf dem Schirm haben musst.

O – Opportunities (Chancen)

T – Threats (Risiken)

Der Markt ist kein Ponyhof, zumindest solange dein Produkt nicht irgendwie mit Pferden zu tun hat.

Es herrscht Wettbewerb und hier spielen Faktoren wie Trends, technologischer Fortschritt, Patente und Marktanteile eine Rolle. Betrachte nicht nur akute Konkurrenten, rechne auch mit neuen!

Politische und soziale Faktoren sind nicht weniger relevant. Gesetzliche Vorgaben können Einschränkungen darstellen, Gesetzesänderungen sind manchmal absehbar und können je nach Ausprägung eine Chance oder eben ein Risiko darstellen.

 

Die SWOT-Matrix

Jetzt willst du natürlich das Werkzeug haben, um dein Handwerk auszuführen. Und hier ist es:

Schritt 1

Diese Matrix ist deine Ausgangsbasis. Du und dein Team tragt hier einfach alles zusammen, was euch an internen (Stärken und Schwächen) und externen (Chancen und Risiken) Faktoren einfällt.

Schritt 2

Übersichtlich lassen sich die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in einer Matrix darstellen, in der Stärken auf Chancen und Risiken und Schwächen auf Chancen und Risiken treffen.

Ein Beispiel gefällig? Gut, gehen wir von einem Start-up aus, dessen geniale Idee eine Software zur Vermittlung von Fachpersonal im Handwerk ist.

Ein Team nimmt sich also die Matrix, trägt die externen Faktoren (Chancen, Risiken) und die internen Faktoren (Stärken und Schwächen) zusammen und ordnet sie dann in der SWOT-Matrix so an, dass externe und interne Punkte aneinander geraten, die auch in Verbindung stehen.

Schritt 3

Anschließend werden zielführende Strategien ausgearbeitet. Auch das kannst du wieder mit Hilfe der Matrix tun. Schwächen und Risiken wollen natürlich kompensiert und/oder umgewandelt werden, während Stärken und Chancen ausgebaut und genutzt werden müssen.

Wie du siehst, findest du in der SWOT-Analyse ein Werkzeug, das es dir ermöglicht, die Ist-Situation detailliert und dabei übersichtlich aufzuschlüsseln und anschaulich zu machen.

Wie jedes gescheite Werkzeug kann auch dieses Tool bei unterschiedlichen Projekten Anwendung finden. Kreativ eingesetzt kann SWOT dein Schweizer Taschenmesser im Unternehmen werden.