Inkubatoren oder Accelerator

– Ökosysteme für Start-ups –

In den letzten Jahren sprießen immer mehr Zentren zur Förderung und Unterstützung von Start-ups aus dem Boden. Es entstehen kleine Ökosysteme, in denen Gründer und Förderer aufeinandertreffen und Partnerschaften eingehen.

Was ist ein Inkubator?

Der Begriff Inkubator stammt ursprünglich aus dem medizinischen Bereich und bedeutet Brutkasten für Frühgeborene. Damit wird der wesentliche Charakter von Inkubatoren deutlich: Sie bieten Gründern die Möglichkeit, ihre Geschäftsidee auszubrüten und weiterzuentwickeln. Inkubatoren bieten ein Netzwerk, vorhandenes Wissen, meist auch Räumlichkeiten und unterstützen so aktiv in der Gründungs- und Entwicklungsphase. Die Gründer der Inkubatoren sind in ihrem Geschäftsfeld selbst sehr erfolgreiche Unternehmer. Oft gibt es auch die Möglichkeit, in Expertensprechstunden mit bspw. Rechtsanwälten, Wirtschaftsberatern oder Finanzexperten Probleme zu besprechen. In Workshops und Seminaren findet ein schneller Austausch auch zwischen den Start-ups statt und man generiert sich so schnell ein eigenes Netzwerk.

Was ist ein Accelerator?

Accelerator sind vor allem für Start-ups interessant, deren Geschäftsidee schon einigermaßen erkennbare Formen angenommen hat. Schaffen die Gründer es in einen der „Start-up-Beschleuniger“, erhalten sie externe professionelle Hilfe bei der weiteren Konkretisierung und Umsetzung ihrer Idee. Die meisten Accelerator-Programme bestehen aus einer fünfstelligen Anschubfinanzierung, einem mehrere Wochen oder sogar Monate dauernden Coaching. Im Gegenzug verlangen die Anbieter der Programme Unternehmensanteile. Dieses “Boot-Camp” ist aber stets zeitlich begrenzt und hat als Ziel, das Produkt am Ende in Demodays potenziellen Investoren vorzustellen.

Um an einem Accelerator teilnehmen zu können, müssen sich die Gründerteams zunächst bewerben. Da die Teilnahmebedingungen der Accelerator-Programme sehr hart sind, schaffen es oft nur wenige Start-ups aufgenommen zu werden.

Also wo liegt der Unterschied?

Bei einem Inkubator ist die Beziehung zu den Mentoren meist sehr viel enger, da das Start-up ja auch noch in der Gründungsphase steckt. In Deutschland werden viele Inkubatoren von privaten Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen – beispielsweise Universitäten – gesponsert. So müssen Gründer oft keine Unternehmensanteile abgeben. Gerade deswegen ist es eine Bewerbung, um einen der begehrten Förderungsplätze zu ergattern, oft schwierig.

Der Inkubator ist der Brutkasten und lässt die Idee wachsen. Ein Accelerator ist der Beschleuniger, der eine bestehende Idee in Kürze zu einem fertigen Produkt katapultiert. Der Inkubator versucht eher, die richtige Basis für jedes individuelle Start-up zu schaffen, anstatt in Eilschritten zur Ziellinie zu gehen. Generell befindet sich ein Start-up bereits in einer späteren Phase, wenn es die Unterstützung eines Accelerators sucht. Also kommt es darauf an, in welcher Phase du dich gerade befindest und wo du hin möchtest. Falls du auch noch gerne eine Übersicht über die Finanzierungsphasen eines Start-up hättest, haben wir hier mal etwas für dich vorbereitet.

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