Gewohnheiten

Ob du es glaubst oder nicht: Gewohnheiten haben Einfluss auf dein Schicksal! Dein Leben, so wie es jetzt gerade aussieht, ist das Resultat deiner vorangegangen Verhaltensmuster. Eine Gewohnheit ist im Prinzip ein routiniertes Verhalten, das ohne bewusstes Nachdenken und Entscheiden abläuft. Forscher schätzen, dass über 45 % unserer Handlungen durch dieses automatisierte Verhalten ablaufen.

Beispiel: Nach der Arbeit kommst du nach Hause, du machst dir was zu essen, dann schaltest du den Fernseher an, naschst währenddessen etwas, und legst dich dann schlafen. Und das jeden Tag!

Dein Verhalten läuft also auf Autopilot. Dieses Verhalten ist für dich normal, Routine eben. Und das ist auch gut so! Naja… zumindest für dein Gehirn.

Dein Gehirn liebt Gewohnheiten, weil sie ökonomisch sind. Stell dir vor, du müsstest beim Autofahren jedes Mal darüber nachdenken, wie du die nächste Handlung durchführst. Dein Gehirn würde extrem viel Energie aufwenden und du wärest schlichtweg überfordert. Die Folgen kannst du dir sicherlich denken.

Gewohnheiten schonen den Arbeitsspeicher deines Gehirns

Dein Gehirn wird alles versuchen, aus möglichst vielen Routinen Gewohnheiten zu machen. Gewohnheiten sparen nämlich Energie. Der Ablauf einer Handlung ist als Ganzes gespeichert. Sie wird zur Selbstverständlichkeit und damit zum festen Bestandteil unseres Lebens. Gewohnheiten machen das Leben einfacher, aber nicht unbedingt besser.

Sie können zielfördernd oder zielhemmend sein. Oft sind wir uns nicht bewusst, wie fest und langfristig unsere Gewohnheiten im Leben verankert sind. Wie mächtig Gewohnheiten tatsächlich sind, merkst du immer dann, wenn du deine guten Neujahresvorstätze nicht eingehalten hast und du wieder (sogar nach einigen Wochen) in alte Verhaltensmuster zurückfällst.

Die Kluft zwischen Wollen und Tun liegt eben weit auseinander.

Richte deine Gewohnheiten bewusst nach deinen Zielen aus!

Ja, das ist möglich! Deine Gewohnheiten kannst du optimieren und bewusst so gestalten, dass du deine Ziele erreichen wirst.

Gehe folgendermaßen vor:

Erstelle dir zunächst einen Fahrplan:

  • Wo willst du genau hin?
  • Was willst du wann erreicht haben?

Arbeite mit Zielen, breche sie in Teilziele herunter und definiere die dafür  erforderlichen Aktivitäten. (Mehr zur richtigen Zielsetzung findest du hier.)

Jetzt wird es spannend, denn genau diese erforderlichen Aktivitäten, die du zur  Erreichung deines Ziels brauchst, können durch Gewohnheiten positiv oder negativ beeinflusst werden.

Mache nützliche Aktivitäten zur Gewohnheit!

Nur die richtige Aktivität führt langfristig zum Erfolg! Mache die richtigen Aktivitäten zur Gewohnheit und es wird dir leicht fallen, alles zu erreichen, was du willst. Ja, ich behaupte sogar: Erfolg ist Gewohnheitssache und programmierbar!

Erfolgreiche Menschen gestalten ihre Gewohnheiten bewusst und richten sie nach ihren Zielen aus. Sie wissen, dass Gewohnheiten Fluch oder Segen sein können. Setze dich bewusst mit deinen Gewohnheiten auseinander. Fertige eine Liste mit guten und schlechten Gewohnheiten an. Wichtig ist, dass du die Gewohnheiten immer in Relation zu deinen Aktivitäten und Zielen setzt. Das wird ein wenig dauern, aber der Aufwand  lohnt sich.

Analysiere dann, welche Gewohnheiten deine Aktivitäten und damit die Erreichung deines Ziels hemmen oder fördern. Überprüfe, was gut harmoniert und was verbessert werden sollte.

Frage dich:

  • Welche Gewohnheiten brauche ich, um meine Ziele zu erreichen?
  • Welche muss ich loswerden?
  • Muss ich mir neue Gewohnheiten zunächst in Form von Aktivitäten aneignen?

Veränderung verlangt Disziplin!

Wenn du dir Ziele gesetzt, diese aber nicht durch erforderliche Aktivitäten umgesetzt hast, dann liegt das an deinen alten Verhaltensmustern. Neue Gewohnheiten entwickeln sich erst im Laufe der Zeit. Verhaltensänderung braucht am Anfang viel Disziplin und damit Energie. Es braucht sehr viele Wiederholungen, bis ein Verhaltensmuster zur Selbstverständlichkeit wird. Bist du diszipliniert genug, wirst du das auch erreichen.

Ein Sprichwort besagt: Gewohnheiten sind zuerst Spinnweben, dann Drähte.

Wie lange es dauert, bis aus einem Spinnweben ein Draht wird, kann nicht genau gesagt werden. Für die Festigung neuer Gewohnheiten sprechen manche Forscher von 21 Tagen, manche von 30 und andere von einigen Monaten. Wichtig ist, dass du kontinuierlich dran bleibst und nie aufhörst, an dir zu arbeiten. Des Weiteren ist es ratsam, nicht alles auf einmal zu ändern. Dafür reicht deine Energie nicht aus. Fange mit Kleinigkeiten an und füge nach und nach immer mehr hinzu.

Konzentriere dich auf die guten Gewohnheiten!

Konzentriere dich auf diejenigen Aktivitäten, die du bereits gut machst. Es ist einfacher gute Gewohnheiten zu perfektionieren als sich komplett neue anzueignen. Setze auch deine Stärken bewusst ein, um Gewohnheiten zu fördern.

Frage dich:

– Welche Gewohnheiten kann ich noch stärker ausbauen?

– Was kann ich bereits gut?

– Welche gute Gewohnheit kann ich bewusst an meine Ziele ausrichten?

Umfeld

Beeinflusse die Veränderung durch dein Umfeld. Hat du ein Ziel und willst etwas bewirken, dann suche dir ein Umfeld, das die gleichen Ziele verfolgt! Bring dich in Netzwerke ein, gehe auf viele Veranstaltungen, tausche dich aus und baue Kontakte auf. Du wirst merken, dass du zwangsläufig deinem Umfeld ähnlich denken und handeln wirst. Du passt dich deinem Umfeld automatisch an. Suche dir auch jemanden, mit dem du über deine Ziele sprechen kannst. Ratschläge von außen öffnen die Augen.

Commitment

Definiere in Kreisen, in denen du dich bewegst, ein konkretes Ziel. Erzähle auch, warum du das machst, und bitte um bewusste Rückfragen. So erzeugst du einen gewissen Druck. Verpflichte dich selbst aber nur zu Dingen, die du auch beeinflussen kannst!